Schweinflu und Fussball – July 2009

29 Aug

Ich war nun zum dritten mal hintereinander krank, aber obwohl die Symptome auf Schwinflu (sah aus und fuehlte mich wie ein Schw.) schliessen liessen,  ist dieser Kelch an mir vorueber gegangen.  Bei der guten Pflege hier war ich auch schon nach 8 Tagen wieder auf den Beinen und natuerlich war anschliessend mein Sohn Henry mit Fieber im Bett.  So waren wir -wie immer- in den Schulferien zu Hause und an unseren Geburtstagen im Bett.  Nicht mal zu Kelly Tarlton’s Unterwasserwelt in Auckland haben wir es geschafft. Henrys kleine Welt hoert gleich hinter der Harbour Bridge auf und ich befuerchte,  die Mission meinem Kind die Welt zu zeigen, beschraenkt sich auch weiterhin auf die Zone zwischen Puhoi und Albany Shoppping Centre. Unsere gemeinsame Geburtstagsparty am 18. July mussten wir wegen Krankheit um eine Woche verschieben und jetzt muss ich mir schnellstens Gedanken machen, was ich zu essen anbiete. 

Hatte mich fuer eine Soul-Party (meine gute alte Musik aus meinem ersten Leben) und Henry fuer eine Rock-Party in seinem Zimmer entschieden.  Er hat sich am Computer eine DJ-Ausruestung runtergeladen, meine alten Michael Jackson CDs gespeichert und jetzt mixed er die Musik mit allen moeglichen Soundeffects. Das ist schon erstaunlich, was man mit Computern alles machen kann…  Er kennt sich bald besser aus wie ich. Auf meine sarkastische Anmerkung: „Du kannst kein Wort richtig schreiben, aber Deine eigene Website ins Universum uebertragen.” Hat er nur geantwortet: “Egal wie du schreibst, der Computer verbessert das automatisch!” Tolle Wurst!  In 20 Jahren kann kein Mensch mehr seine eigene Sprache richtig schreiben. 

Wo soll das noch hinfuehren?  Ich verstehe ja jetzt schon nicht mehr, was fuer Aegyptische Hyroglypphen mir die Leute auf meinem Mobile phone schicken. Da muss man auch erst mal eine neue Fremdsprache studieren. Aber ich will nicht ungerecht sein: vor den Ferien hat Henry endlich noch mal eine Urkunde in der Schule bekommen fuer seine Fortschritte in Rechnen und Spelling. Eigentlich haette ich die Urkunde verdient!  Henry hat beim Spelling test von 230 Woertern alle richtig geschrieben! Ich konnte das nicht glauben als er nach Hause kam, zumal es noch nicht mal der Test war, den wir zu Hause geuebt haben.  Ich war sehr besorgt, weil morgens vor der Schule hatte er mir noch gesagt, er moechte jetzt lieber ein „Comedian“ werden. Als er mir die Neugigkeit vom bestandenen Spelling-Test mittielte, dachte ich, jetzt faengt er schon mit seiner ersten Vorfuehrung an und trickst seine Mutter. Aber es war true! Alle 230 Woerter richtig! Immer wieder gut fuer eine Ueberraschung!

Soweit zum Thema Schule. 

Zum Geburtstag haben mich wie immer einige meiner alten deutschen Freunde angerufen und mich daran erinnert, dass ich ja einen juengeren Mann geheiratet habe, auch wenn es nur zwei Jahre sind. Hatte ich ganz vergessen, wie lieb und unschuldig er aussieht, wenn er Sonntag mittags um 11.45am auf dem Sofa liegt. Bernd verpufft seine Energie lieber auf dem Fussballfeld, anstatt sie leichtsinnig im alltaeglich kleinbuergerlichen Familienleben zu verschleudern. Besonders bei dieser teuflisch-creativen Ehefrau, die heimlich das Haus mit Asiaten bevoelkert und in Anfaellen von geistiger Umnachtung wagt, die Fernsehsender zu verstellen!

Soweit zum Thema “Trautes Heim – Glueck allein”.

Henry ist nun im persoenlichen  Profi-Trainingslager und ausgestattet mit der neuesten Raketenforschungs- und nuklearmolekularer Biorhytmus-Fussballschuhtechnik zeigen Bernie und Henry vom Team Ballermann den anderen, wo der Ball fliegt. 

Linke Flanke – rechter Auslaeufer – zwei verfaulte Spieler am Boden – Abbruch wegen Tsunami, eine Viertelstunde spaeter gehts wieder weiter, weil einer Offizieller gehoert hat, der Sommer ist zurueckgekehrt –  Muetter servieren Schokolade fuer hyperactive Leistungssportler und hausgebackene Beton-Cookies fuer den zahnlosen coach – Schiedsrichter hatte Wichtigeres zu tun – gegnerische Mannschaft besteht aus 2 Riesen und 3 Zwergen – wer spielt in welchem Team – der Ball haemmert durch die Luft – keiner ist  so richtig sicher, welches Tor zu ihm gehoert – Manndeckung durch Hologram-technik – Bernie muss dann am Computer  auf den Bericht warten, um zu sehen, wer gewonnen hat – Trickots voll Matsch – Beine und Hintern kaputt – Fussballstollen muessen operativ  zwischen den Rippen entfernt werden – die Haut haengt zerfleddert von den blutigen Ellebogen…  aber sonst ist alles klar bis zum naechsten Anpfiff!

Soweit zum Thema Fussball. 

Das Wetter laesst auch zu wuenschen uebrig. Es ist immer noch extrem kalt, die Heizungsrechnung extrem hoch, der Garten extrem matschig, die Katze extrem faul und ich – super extrem busy wie immer!

Soviel zum Leben am Ende der Welt! Spare fuer Italien, habe immerhin schon ein paar paintings verkauft  in diesem Jahr, wuensche mir zu Weihnachten einen Bikini und an den Rest muss man nur fest glauben.

Schoen, dass wir mal ueber alles gesprochen haben….

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