Kleiner Fisch

1 Sep

Wie kann ein kleiner Fisch so sehr

vor Uebermut das Wasser trueben?

Er wirbelt gluecklich hin und her,

quietscht lautlos vor Vergnuegen.

 

Seine gold’ne Huelle schimmert

und blitzt im kuehlen Nass.

Da springt er vor Entzuecken,

nicht mit Absicht macht er das,

 

einmal nur `un peu’ zu weit

und deshalb unabaenderlich,

ach je, vor lauter Froehlichkeit

bewegt er ueber’n Glasrand sich.

 

Wie er sich windet nun und kaempft,

langsam ruhiger werdend,

in seiner Freude jaeh gedaempft,

traurig auf dem Teppich sterbend.

 

Fuer Gerda-Marie

(c) Beate Minderjahn 1996

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