Rueckblick 2010 – Pokahontas!

27 Dec

Personal Note: “I hope you enjoyed my personal highlights 2010 in English. Writing the German version is still easier and more “flowing” … Here is part one!

Teil 1 meiner persoenlichen Hoehepunkte aus 2010! Weitere folgen in Kuerze.

I never seem to run out of topics to write about, I just run out of time to do so! So, stay tuned and have a happy and wonderful day!”   Beate

 

Im JUli bekam ich ein e-mail meiner weltreisenden Freundin Angelika ueber die Besessenheit zur Haarentfernung bei Amerikanischen Frauen, welches mich mal wieder inspiriert hat, ueber mein eigenes Leben nachzudenken.

Habe herzlich gelacht ueber Angelika’s “Gestruepp-Entfernungs-Theorie” und bin froh, dass ich zu alt, zu faul und zu arm bin fuer solche Spiraentzchen.

Bikini trage ich auch nicht mehr im Angesicht meines birnenfoermigen Body-Types (gemaess Trinny und Susannahs Buch: „The Body Shape Bible“). Liposuction kann ich mir nicht leisten und mit panischer Angst vor Schmerz kommen auch Botox (ist das nicht ein Nervengift aus dem Vietnam-Krieg?) und Bodylifting nicht in Frage.  Beim total Bodylifting wird in der Taille ein Rundumschnitt gemacht und die Haut wie eine Strumphose hochgezogen, wieder angenaeht und die Reste abgeschnitten. Aus diesem breiten Hautstreifen kann man alles moegliche machen, Roulladen, kuenstliche Lippen, neue Ohren  oder Ente im Speckmantel. Augenbrauen-Lift, Kinn-Implants und Brustvergroesserung kommen ebenfalls nicht in Frage! Somit zupfe ich mir, wenn noetig, selbst das ein oder andere Haar vom Kinn, rasiere bei schoenem Wetter unter den Armen und an den Beinen  – und das muss reichen!

Wie ein anstaendiges Maedchen (nicht wie Brittney Spears!) trage ich auch immer eine Unterhose (gross genug, um damit im Notfall ein Kaninchen zu fangen – man weiss ja nie!), Minirock ist aus Altersgruenden gestrichen, Tanga zu unbequem und durchsichtige Spitze, Selbstgehaekeltes oder transparente Seiden und Chiffons sind nicht mehr mein Stil und tragen sich nicht so gut ab einer gewissen Groesse – da faellt mir doch gerade Schwarzwaelder Schinken ein. Immer, wenn ich ernsthaft ready bin, Vegetarier zu werden, bekomme ich eine Heisshungerattacke auf Schwarzwaelder Schinken mit Graubrot, was natuerlich nicht so einfach zu finden ist in Neuseeland (aber nicht unmoeglich!)! Ist das noch normal oder gehoert das zur Midlife Crisis oder sind das psychosomatische Entzugserscheinungen fuer den Eventual-Fall?   

Erfolgreich haben wir (bei uns mitten im Winter) auch die Fussballweltmeisterschaft mit allen schlaflosen Naechten ueberstanden, und zur Abwechslung war es mal nicht das Hausdarlehen, das mich wach hielt, sondern das aufgeregte Gestoehne und Geschrei  meines fussball-besessenen Mannes aus der selbsschuss-gesicherten Middle-Earth-Zone in meinem Wohnzimmer. Seitdem geht es mir auch wieder etwas besser und was soll immer ueber die Weltwirtschaftskrise nachdenken, wenn der Erfolg von ganzen Fussballnationen auf dem Spiel steht? Habe vergeblich versucht, den wahrsagenden Octopus auf e-bay zu ersteigern. Haette ihn Bernd gerne zu Weihnachten geschenkt, damit er Freitagsabends schon weiss, ob es sich uebehaupt lohnt, Samstags frueh aufzustehen und zum Fussball zu gehen. Und wenn der Octopus mal luegt, kommt er in die Suppe! Man koennte ihn auch gut in der Dusche als Seifenhalter oder Massage-Maschine mit einer handgeschnitzten Wurzelbuerste an jedem Arm nutzen. Wie ich vor kurzem gehoert habe, ist der Octopus ploetzlich und unerwartet verstorben und ins grosse Nirwana des Fussballs uebergesiedelt.     

Mein  49. Geburtstag ging sang-und klanglos vorueber. Habe dieses Jahr niemanden eingeladen und hatte diesbezueglich auch keinen Stress, eine grosse Party zu organisieren. (Vermutlich ein weiteres Anzeichen von Midlife Crisis!) So konnte ich mal in Ruhe mein Auto putzen und in der Garage aufraeumen. Nach ueber 20 Jahren habe ich mir allerdings selbst eine Kaesesahnetorte (nach altem Familienrezept) zubereitet, deren Kalorien ich voller Genuss beim Fruehstueck, Mittagessen und Abendessen zu den „Lovehandles“ an meinen Hueften addiert habe.

Waehrend ich meine Kreditkarte bei der Bank in eine zinsguenstigere umgewandelt habe, erfuhr ich, dass ich in den letzten Jahren hunderte von  Punkten angesammelt hatte, von denen ich nichts wusste und die man in einem Elektronikshop einloesen kann. Selbstlos wie ich bin, habe ich diese zum Wohlsein meines heissgeliebten Ehemannes und zur Bereicherung seiner gesperrten Zone in einen neuen Flachbildschirm umgewandelt. Die Katze hat es schmerzhaft zur Kenntnis genommen, als sie, wie gewohnt, oben drauf springen wollte und erst im freien Flug gemerkt hat, dass da kein Landeplatz mehr fuer ihren achteinhalb Kilo schweren Astralkoerper ist.

Den einzigen Urlaub in den letzten Jahren, hatte ich in 2009, kurz vor Weihnachten heimlich gebucht, um meinen lieben Mann und noch lieberen Sohn unterm Weihnachtsbaum zu ueberraschen. Im Eifer des Weihnachts- und Sommerferien Stresses habe ich es dann total vergessen und den internet-gebuchten Gutschein Anfang Maerz  in einer Schublade wiedergefunden. Gluecklicherweise war die Buchung fuer das Wochenende 26./27. Maerz und somit noch gueltig.  Da Henry seit fast zehn Jahren versucht, seine „langweiligen“ Eltern zum Camping zu animieren, kam mir zur Zeit der Buchung ein Wochenende in einem Indianer-Tipi als die wahre Alternative vor. Wie gesagt, lange gebucht, dann vergessen, dann wiedergefunden und nach einiger Ueberlegung, da die finanzielle Lage zu diesem Zeitpunkt eigentlich keinen Urlaub zuliess, kurzerhand entschieden: Alles Quatsch – Jetzt wird gefahren. Gebucht ist gebucht!

Raglan, ein kleines Oertchen and der Westkueste, 50 km von Hamilton, ist gut in etwa 3 Stunden mit dem Auto zu erreichen.

Gesagt getan, Henry begeistert, Vater eher besorgt, ob seine Fussballmannschaft mal einen Samstag ohne ihn auskommt, Mutter im Stress, alles einzupacken, fuhren wir dann endlich mit meinem alten, vollbepackten Toyota Richtung Sueden.

Nach einer Zigarettenpause fuer Bernie gleich hinter Auckland in einem kleinen Ort, wo ich auf keinen Fall auf dem Rueckweg anhalten werde (und hoffentlich keine Autopanne habe), ging es weiter. Wunderschoene Landschaft, gruene Huegel, Millionen Schafe, abgasverseuchte Lastwagen vor und hinter uns,  und endlich erreichten wir die Huegel- und Buschlandschaft,  in dem unser Indianer-Familienzelt verborgen war.

Allerdings hatte man vergessen, mich darauf hinzuweisen, dass man das Zelt nur zu Fuss erreichen kann, etwa 1 km von der Rezeption und dem Parkplatz entfernt. Aber echte Indianer kennen keinen Schmerz und so machten wir uns auf den Weg. Ueber Stock und Stein, bergauf- und bergab zogen und schoben wir unsere  geraederten Koffer, Taschen, Kartons mit Lebenmitteln, Kleidung fuer jede Wetterlage, Henrys Spielzeugsortiment, sein Fahrrad, meine Literatursammlung und Malutensilien durch Matschpfuetzen, ueber Wurzeln, Schottersteine und vorbei an hoelzernen Wegweisern, die mir gluecklicherweise versichrten, dass wir immer noch auf dem richtigen Weg waren. Mit scheinbar dem letzten Atemzug und nach Verbrauch saemtlicher Kraftreserven, erreichten wir dann endlich die kleine Lichtung auf dem Huegel, wo unser Zelt mit vier anderen, aus dem Gebuesch herausragte.

Angenehm ueberrascht, ueber die frisch bezogenen Betten und die nicht funktionnierende Solarlampe, was das komplette Mobiliar eines Tipis darstellt, liess ich mich aufs Bett fallen und schnappte erstmal eine halbe Stunde nach Luft.  Henry war begeistert und Bernd machte sich doch gleich eine Friedenspfeife an.

Immerhin sah alles sehr romantisch aus, jedes Zelt mit entsprechendem Abstand in einem anderen Gebuesch versteckt und eine offene Gemeinschaftskueche in der Lichtung. Das selbstgebaute Humus-Klo a la Friedensreich Hundertwasser war dort, wo all die Fliegen kreisten. Da kamen Erinnerungen and das kleine Holzhaeuschen in unserem Garten hervor, als wir 1965 ohne Geld, von den Nachbarn aus geschichtlichen Gruenden gehasst und mit drei kleinen Kindern eine Ruine in Belgien bewohnten und uns den Po mit abgerissenen Zeitungsquadraten abputzen mussten. An einem kalten Winterabend auf dem Belgischen Holzbalken habe ich mir geschworen, was aus meinem Leben zu machen, um mir nie wieder den A… auf der Toilette abzufrieren. Und here wer are: 45 Jahre spaeter zahle ich noch $200 fuer das Erlebnis!

Selbst das Duschen mit eiskaltem Wasser kann man mit einer romantischen und offenen Weltsanschauung ueberleben (wenn man nur von Freitags bis Sonntags morgens bleibt). 

So verbrachte Bernd den Rest des Tages damit, durch Rauchen den Welfrieden zu sichern, ich stellte mir vor, wie man hier ueberlebt, wenn es erstmal in Stroemen regnet und Henry suchte Steine und Stoecke im Gebuesch oder bahnte sich eine BMX-Rennstrecke  vom Plumpsklo den Berg runter bis zu unserem Zelt. Wie echte Indianer!

Abends beim Kochen und Essen unter freiem Himmel lernten wir die netten alternativen anderen Indianer kennen, die aus allen moeglichen Laendern kamen  und die es gewohnt sind, sich nicht so haeufig zu waschen und nur mit einem Rucksack durch die Welt zu reisen und sich die Haare aus praktischen Gruenden in Straehnen zu verfilzen. Das macht einen mal wieder nachdenklich, ob man das alles braucht, was man so an Zivilisationsguetern angesammelt hat. Ich glaube jedenfalls nicht, dass sich einer unserer Rastazopf-Indianer-Kollegen nachts im Zelt hin-und herwaelzt und ueber die naechste Einkommensteuerzahlung nachdenkt… Die anderen Indianer brauchten auch nicht fuer das Zelt und das Plumpsklo zu bezahlen, weil sie als Volunteers helfen, aus leeren Weinflaschen, Stroh und Matsch rustikale Huetten zu bauen, damit solche Stadt-Indianer wie wir, dort mal ein „wildes Leben“ ausprobieren koennen. 

Vielleicht sollte man wirklich alles verkaufen und vogelfrei mit einem Rucksack und klebrigem Haar durch die Lande ziehen!

Alle waren sehr nett, so viel frische Luft und ein Glas Wein (zur Unterstuetzung der Weinflaschenbauwerke) unter freiem Himmel machen muede (jedenfalls die aelteren Indianer wie Bernd und mich) und mein llieber Mann fackelt ja da nicht lange, legt sich auf sein Bett und schlaeft tief und fest.

Damit wenigstens ein Erziehungsberechtigter im Stamm den Ueberblick behaelt, und trotz extremer Muedigkeit, musste ich dann versuchen, Henry davon abzuhalten, mit seinem Fahrrad und den selbsgebastelten Pfeilen in stockfinsterer Nacht auf die Jagd zu gehen. Henry ist ein zaeher Bursche und ihn spornt die frische Luft noch mehr an, so dass bei ihm der erste Anschein von Muedigkeit erst nach Mitternacht eintrat.

Dann ging alles sehr schnell, zwei Indianer schnarchen und ich lausche im Dunkeln auf jedes Zirpen, Rascheln, Grummeln, Trapsen und Gemuschel im Gebuesch. Dazu noch die Tatsache, dass das Tipi-Zelt (vermutlich aus Gruenden der umweltfreundlichen Entlueftung) in Hoehe des Bodens rundherum eine ca. 8cm breite offene Spalte hatte und ich mich nicht von der Ueberlegung befreien konnte, welche wilden Saeugetiere durch diese Ritze passen. Bekannt ist Neuseeland ja fuer sein ausgepraegtes Wildlife und die Plage von Possums (eine Mischung zwischen Katze und gen-manipuliertem Hamster mit Stupsnase, braunen Kulleraugen und Krallen wie ein Koalabaer…). Das war die Beschreibung meines abenteurlichen Mannes, der als einziger schon mal Auge um Auge, Zahn um Zahn  im Keller unseres ehemaligen Hauses auf einer Farm mit einem Possum „zu tun“ hatte. Die beiden hatten sich fuer einen Moment gegenseitig in die Augen gestarrt, und dann sind sie total erschrocken und schreiend in unterschiedliche Richtungen gefluechtet. Jedenfalls, nachts werden die Possums munter und suchen sich was zu beissen. Wie haette ich auch nur ein Auge schliessen koennen bei dem Gedanken, dass hunderte tollwuetige, ausgehungerte Possums um mein Zelt schleichen, und vielleicht meinen lieben Mann und noch lieberen Sohn zum Abendessen verspeisen wollen?

Hah!  Pokahontas war auf einer Mission! Kein wildes Biest wird das Eindringen in unser Indianer-Dasein ungestraft ueberleben. Im Geiste sah ich uns schon  zum Fruehstueck knusprige Possumschenkel ueberm offenen Feuer braten. Dann wurde mein imaginaeres Happy-End von allen moeglichen ueberdimensionalen Stechmuecken, Riesenheuschrecken und anderem Krabbelgetier unterbrochen. Immer noch begleitet von zufriedenem und nicht gerade leisem Schnarchen aus dem grossen und kleinen Indianerbett, kam ich mir vor wie ein Einzelkaempfer im Ueberlebenstraining. Je mehr man der Gefahr ins Auge blickt (oder auch nicht, wenn es stockfinster ist und die Solarlaterne streikt), um so groesser wird die Vorstellung von dem, was alles passieren koennte.

Was soll ich sagen? Als der erste Anhauch von Tageslicht im nicht nur unten sondern auch oben offenen Tipi ersichtlich wurde, war ich todmuede, aber erleichert das Ueberleben meines Stammes gesichert zu haben, und unter der eiskalten Dusche im zugigen Holzverschlag kam mir bei einer beginnenden Verstopfung mal wieder die Erkenntnis, dass ich doch mehr ein City-girl bin als ein Alternativ-Aussteiger. Werde doch nicht meine Porzellantoilette gegen ein Gebuesch aus Schlingpflanzen und ein zu Hause unterm Himmelszelt eintauschen!

In der zweiten Nacht, noch mehr verstopft und schwer wie ein Sack,  haette mich sogar ein wilder Baer anfallen oder meinen lieben Mann und noch lieberen Sohn zerfleischen koennen, denn in einem Ansturm von totaler Uebermuedung  war mir dann alles sch….egal – sogar als ich am naechsten Morgen die braune Riesenheuschrecke unter meiner Bettdecke gefunden habe. Kurzer Aufschrei, das wars!

Zum Heissluftballon Festival in Hamilton sind wir dann leider auch nicht gekommen, da Winnitou an solch kulturellen Ereignissen nicht besonders interessiert. Ausserdem hat er das ganze  Wochenende als fuer ihn autofahr-freie Epoche deklariert. Ich wollte mir daraufhin auch die Fahrerei im Dunkeln ersparen  und konnte dadurch vermutlich zum zweiten Mal die Ausrottung meiner gesamten Inidanerfamilie und 22 Possums durch extreme Nachtblindheit  und Totaluebermuedung verhindern.

Henry wird sich noch lange an sein Indianerleben im Busch erinnern, ich war froh, wieder auf meiner eigenen umweltunfreundlichen Klobrille zu sitzen, ohne kleingeschnetzelte Baumstaemme hinterher schuetten zu muessen (Wasserspuelung in der Toilette und heisses Wasser sind schon echter Luxus – man vergisst einfach zu schnell, wie gut es einem doch im taeglichen Leben geht). Und mein lieber Winnitou-Mann fand das Wochenende sehr entspannend!

Beate (Pokahontas)

Tipi - March 2010

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2010- Midlife Crisis, Pocahontas and life at the End of the World!

26 Dec

  

Personal Note: “Finally I have time to reflect on the year 2010.  As English ist not my first language (as you know), I apologize beforehand for any spelling mistakes, for choosing the wrong words or for building complicated sentences. It is not my attention to upset anybody! Maybe you know what I mean. It is complicated, but I try my best to use “understandable English”. So please enjoy my personal highlights of the year.     Beate

In July my world-traveling writer friend Angelika just sent me an interesting letter about hair removal, Brazilian Waxing and other methods used by American women to look good at places where normally nobody sees it.

I laughed my head off and I am very glad, that I am too old, too lazy and too poor for these things. And because of the weather and my apple shaped body type I am not wearing a bikini anymore.  I can’t afford Liposuction and because I am allergic to pain, I will not have Botox (wasn’t that used as neurotoxin during the Vietnam War?) injections or body lifting.  If you have a total body lift, they cut one circle around the waste, pull the skin up (like a pantyhose), cut off the overlapping skin and then stitch it all back together. From that remaining piece of skin, they can design new lips, new ears, or breast enlargements for you. Not for me! From time to time I pluck a hair from my chin, if the weather is nice I shave the hair under my arms and the ones on my legs will only be removed in summer when I wear the comfortable Capri pants with elastics around the waist – and that’s it!

 

As a good girl -not like Brittney Spears- I always wear underpants, mostly big enough to catch a rabbit, if necessary – you’ll never know! Because of my age I am not wearing miniskirts anymore, for comfort reasons I am not wearing g-strings and it is not my style anymore to wear see-through lace, silk, chiffon or handmade crochet dresses. All of those don’t go well with my love handles and the little “sausage rolls” on my back according to “Triny and Susanna” and “What not to wear”. That reminds me of Blackforrest ham . Everytime, I am really ready to become a Vegetarian, I get a terrible craving for Blackforrest ham and German bread (the one that feels like a brick). Is that normal or is it part of my midlife crises or is it psychotic preparation for hard times to come?

 

I am also glad, that the Soccer World Cup is over and we can go back to sleep at night. During that time it wasn’t my mortgage that kept me up at night, but the screams coming from the gun- secured Middle Earth area in my living room, where my lovely husband was fighting his personal war against international players and referees. I tried to buy that psychic Octopus on e-bay. It would have made a nice Christmas present for Bernie, so that he knows by Friday night, if his team is winning and if it is worth to get up that early on a Saturday morning.  And if the Octopus loses his magic, we can have him with soup for dinner. Or we could use him as a soap holder or automatic massage machine with a hand-made brush at each arm in the shower.  

 

My 49. Birthday passed by – very quietly. This year I haven’t invited anybody and I had no stress preapring a big party. Instead I took the opportunity to wash my car and clean up the garage. And the day before my birthday I made a “Kaese-Sahne-Torte” for myself (just like my Mum used to make it 20 years ago). I enjoyed it for breakfast, lunch and dinner and added a few pounds to my hips.

 

When I went to the bank to change my credit card, I was reminded to use the points that I have collected over the years and I didn’t know anything about. When I found out that I you can use the points in an electronic store, I (with my caring nature) choose a new flatscreen tv to make my lovely husband happy and to have a reason to open up the Middle Earth zone in my living room for other family members.  First creature to notice the new TV was big black fat cat Mimi. As usual she jumped on top of it, just to find out (still flying), that there was actually no space anymore for her 8.5 kg womanly body to land on.  

 

Since we haven’t had any vacation in the past years, I had booked one before last Christmas (2009) to surprise my lovely husband and my even lovelier son under the Christmas tree. Unfortunately and because of Christmas and school holidays related stress, I forgot all about it and I recovered the internet booking voucher during a clean-up session of my office drawers. Luckily the booking was for the weekend 26/27. March 2010 and therefore still valid when I found it a few days earlier. For nearly 10 years Henry tried to convince his boring parents to go camping and at the time of booking, I thought a weekend in an original Indian Tipi-tent would be the perfect alternative solution.   Alright- booked long ago – then forgotten – then re-discovered, I made the very quick decision: We are going! (even though the financial situation didn’t scream: holidays!). And we went. A booking is a booking! Raglan, a tiny little village on the west coast, 50km from Hamilton just takes three hours by car.  

 

One woman – one decision! Henry was very excited, Bernie was more concerned about the missed Soccer game on Saturday and if his soccer team will have any chance to win without him, and I was stressed with packing. Finally we loaded everything in my old car and off we went, heading down South.

 

Straight after passing the City of Auckland we had a “Smoko” break for Bernie in a little village, where I will definitely not stop on our way back home and hopefully never have a car break down in that area. But we went on, enjoyed the wonderful scenery, green hills, millions of sheep, inhaled toxic exhausts from the trucks in front of us and finally we reached the hills and bushes, where our Indian Tipi was  hidden. 

 

Unfortunately during internet booking they forgot to mention, that you could only reach the Tipi by feet and that is was around 1 km away from the reception and the parking place, where you had to leave your car. But real Indians are tough and therefore we started our walk in rather un-suitable shoes. We climbed up the hills, down the hills, over rocks, stumbled over roots, went through the mud and all the way trying to pull or push our  suitcases on wheels, boxes with food, clothing for any weather condition, Henry’s toy collection, his bicycle, my books and of course my art supplies. If we wouldn’t have passed a wooden sign, I thought we were lost in the bush by then. But no – we were still on track and with a final push and the last breath, we reached a flat green area on a hill, where our Tipi was hidden.   

 

Positively surprised about the freshly made beds inside and the not working Solar lamp, what was the complete interior of the tent, I fell on the bed and tried to breathe for half an hour. Henry was very happy and Bernie lighted his first peace pipe.

 

Everything looked very romantic. There were some other Tipis, but there was enough distance to have your privacy.  In the middle of it all we found a rustic, open bush kitchen.  And the organic toilet tract a la Friedensreich Hundertwasser was where all the flies circled. That reminded me of the wooden toilet hut we had in our garden in 1965, when my parents lived with three little children, no money and for historical reasons hated by the neighbours in a totally run-down house in a tiny little village in Belgium. And we had to clean our bums with carefully ripped newspaper squares. One of those cold winter evenings on the wooden plank toilet in Belgium I made the decision to do something with my life, so that I would never ever have to freeze my backside on such a “toilet”. And here we are: 45 years later, and I am paying $200 for the experience!

But even the shower with ice cold water can be romantic, if you keep an open mind and if you only stay from Friday till Sunday.

Bernie spent the rest of the day to secure world peace by smoking lots of peace pipes, I was a bit worried, how to survive, once it starts raining and Henry collected stones, sticks and built a BMX race course for his bike, which started at the Eco-toilets and went all the way down to our Tipi entrance. Like real Indians!

 

In the evening and during cooking and eating under the stars we met some other Indians, which came from all sorts of countries and who were used to not have a shower every day and travel the world just with a backpack and for practical reasons wear dreadlocks on their heads. That makes you think again if you really need all these civilization goods you spent your money on over the years. I am sure, that not one of the fellow Indians had sleepless nights, thinking how to pay their mortgage.  Our fellow Indians also didn’t have to pay for their Tipis and the Eco toilet, because they were volunteers and helped building rustic huts from empty wine bottles, straw and mud, so that these city Indians (like us) have the opportunity to test living a “wild life”.

 

Maybe we should sell everything and free like a bird travel the world with backpacks and glued hair.

 

Everybody was really nice. We had lots of fresh air and some wine (to support the wine bottle and mud building industry) and life under the stars made us very tired (especially the older Indians like Bernie and me) and my lovely husband didn’t muck around, he lied down on his bed and a minute later he was in dreamland. 

 

But to have at least one guardian keeping an eye on the tribe and even though I was extremely, tired, too I tried to talk Henry out of going on a nightly hunt with hand-made spears and on his bicycle.  Henry is a tough boy and the fresh air energizes him even more, so that his first glimpse of tiredness came not before midnight.

 

Then everything went quick. Two Indians were snoring and I was lying on my bed in the darkness listening to every noise in the bush until I realized, that the Tipi had an 8cm wide gap around the entire floor and I started wondering what kind of wild animal can squeeze through this gap.

 

 

New Zealand is famous for its wildlife and the possums (a mixture between cat and gen-manipulated Guinea Pig with a funny nose, brown round button eyes and claws like a Koala bear). That was the official description of my adventurous husband, who is the only one in the family, who came eye to eye with one of these monsters, when we lived in a farmhouse in Dairy Flat. Bernie and the little monster looked at each other in the basement of the house one night and then both ran off screaming in opposite directions. Anyway – at night possums come alive and try to find something to eat. How could I dare to just for one second close my eyes and fall asleep, thinking that a wild, hungry beast runs around our tent and tries to eat my lovely husband and son for dinner?

 

Hah!  Pocahontas was on a mission. No wild beast would ever get one leg in our Indian Tipi alive. In my mind, I saw us having BBQ Possum leg for breakfast. Then my “happy-end” got harshly interrupted by nasty Mosquitos, giant Wetas and other creepers and crawlers.  In the meantime the snoring went on and on from the large and the small Indian bed and I felt like a sole survivor in the Amazon. As more you think about the danger (if it is pitch dark and the only solar light is on strike), as more your imagination gets carried away with the things, that could actually happen.

 

What can I say? At the first glimpse of light entered the open top of our Tipi (so that you can see the stars while waiting for predators), I was totally exhausted, but also relieved to have saved the survival of my tribe. And while having an ice cold morning shower in the windy 100% natural wood construction and feeling very constipated, I came to the conclusion again, that I am rather a city girl than an alternative back- to-nature-Indian tribe woman. I prefer my comfortable porcelain toilet than doing my business behind a men-eating bush under the sparkling night sky.

 

During the second night (and more constipated and heavy like a sack of potato) I couldn’t care less, if a wild Grizzly bear would have eaten my lovely husband and son. By then I was so exhausted and tired, that I just gave up saving my tribe. Even when I woke up the next morning to find a giant Weta crawling along my leg under the sheets, I didn’t mind. Just a short scream and that was it!

 

Unfortunately we didn’t make it to the Hot air balloon Festival in Hamilton, as my husband Winnitou isn’t so much into cultural happenings. And on top of it he declared the whole three days as a non-driving weekend for him. Because of chronic tiredness and declining eye sight I decided then, not to drive in the darkness either and that way I again ensured the survival of our Indian tribe and also saved some possums from sudden death on the road. 

 

I am sure, Henry will remember our Indian life-style in the bush forever and I was very happy to sit on my own un-ecological and not bio-degradable toilet, on which you just flush the water instead of throwing small tree chips in there. You really forget sometimes how lucky you are to have hot water, whenever you want it. And my lovely Winnitou-husband found the weekend very relaxing!

Beate (Pocahontas)

18.) Alles easy…!

12 Dec

Unser neues Leben am Ende der Welt – Neuseeland  10. Dezember 1999

Heute morgen habe ich meine Massenproduktion an Engeln, muschelbesetzten Bilderrahmen und glitzernden Seeschlangen in einen Koffer gepackt und mit Henry zu Mariannes Shop nach Warkworth gebracht. Sie war begeistert und hat die Souvenirs gleich in ihrem Schaufenster drapiert. Jetzt muessen wir nur noch auf die Touristenbusse aus  Taiwan und Hong Kong warten…

Hier in Neuseeland scheint alles so easy, unkompliziert,  super  freundlich, hilfsbereit und scheinbar ohne Hektik zu sein! Wenn die Leute im Postamt bis zur Tuere Schlange stehen, nutzen sie die Gelegenheit fuer ein Schwaetzchen mit dem Vorder- oder Hintermann (oder –frau). Niemand scheint sich darueber aufzuregen. Geduldig wartet man bis man an der Reihe ist und die Dame von der Post freundlich fragt: “How was your day so far?“ Bin mir noch nicht sicher, ob sie wirklich wissen will, was man schon alles gemacht hat, bevor man zum Postamt gekommen ist oder ob es eine trainierte Freundlichkeitsfloskel ist, die einem suggerieren soll, dass jeder Kunde wichtig ist.

Das erinnert mich wiederum an meine Jugend und die Ausbildung zur Postbeamtin am Schalter fuer benachrichtigte Briefsendungen im Hauptpostamt Koeln. Da sassen wir hinter kugelsicherem Glas (aus gutem Grund!).  Die Kunden in den mehreren parallelen, bis zur Eingangstuere reichenden Schlangen bestanden hauptsaechlich aus Sozialhilfe- und Arbeitslosengeldempfaengern,  Adressaten von Gerichts-Zustellungsurkunden oder sonstigen unerfreulichen, amtlichen  Behoerdenschriftstuecken, die einer besonderen, persoenlichen Aushaendigung gegen Vorlage eines gueltigen Personalausweises bedurften. (Beamtendeutsch – hatte schon fast vergessen, wie sich das anhoert!) Ab und zu war ein Rentner dazwischen, der gerade beim Caritas Kaffeekraenzchen war, als der Brieftraeger vergeblich versuchte, ein anonymes Paeckchen von Beate Uhse zuzustellen. Wenn sich die Postkunden innerhalb der Schlangen erstmal gegenseitig aufgewiegelt und sich darueber geeinigt hatten , dass es eine Zumutung ist, seine  staatliche Unterstuetzung beim Postamt abholen zu  muessen, da man ueberhaupt keine Zeit dafuer hat, weil man definitiv „was besseres zu tun hat“….  –  und wenn sich dann einer von uns staatlich vereidigten  mit Bundesadler beurkundeten Postbeamten im mittleren Dienst erlaubte, nach 7 Stunden BBS (Beschimpfungs- und Beschwerden Schicht) sein Plastikschild „voruebergehend geschlossen“ rauszustellen, um eine wohlverdiente Tasse Kaffee zu trinken in der von der deutschen Postgewerkschaft heiss erkaempften 15 Minuten-Pause, ja dann war die Revolution kurz vor dem Ausbruch und der Sturm auf die Bastille unabwendbar. Und wir waren heilfroh, dass unsere Schalter  Panzerglas gesichert waren!  Und der jenige von uns, der mit seiner Thermoskanne im staubigen Hinterzimmer zwischen grauen Saecken voller Behoerdenpost und Tuermen aus gestapelten Paeckchen von anonymen Versendern sass, traeumte  von der idealen, heilen Welt, in der sich alle Leute gut verstehen, geduldig sind, sich gegenseitig freundlich und respektvoll behandeln und von einem Arbeitsplatz, wo man nicht waehrend seiner amtlichen Pflichterfuellung beschimpft und bedroht wird!

Und da ich von Natur aus ein humorvoller Mensch bin, habe ich mir eines Tages erlaubt, ein winziges Papierschild in meinen Schalter zu haengen (just for fun!), das einen skizierten Gorillakopf mit den Worten: „Wir lieben Sonderwuensche!“ zeigte. Auf diese Weise wurde ich schon im zweiten Ausbildungsjahr mit einem hochofiziellen Eintrag in die Personalakte belohnt, weil sich eine aeltere Dame bereits innerhalb der ersten Stunde meines Aushangs persoenlich beleidigt fuehlte und umgehend das Oberpostministerium informierte! Die Entscheidung, gleich nach „erfolgreichem Abschluss“ meiner humorlosen Ausbildung einen neuen Karrierepfad einzuschlagen, ist mir nicht schwer gefallen!

Und hier bin ich nun mittendrin in der kleinen, heilen Welt, von der ich 1979 hinter schusssicherem Glas im Koelner Postamt getraeumt hatte:   Postamt Orewa in Neuseeland – Henry im Kinderwagen, Schlange bis zur Tuere raus und friedvoll  nutze ich die Zeit, mir in gebrochenem Englisch eine Kurzfassung meines bisherigen Tagesablaufs zurechtzulegen, um die Dame am Postschalter nicht zu enttaeuschen, wenn sie mich fragt, „…and how was your day so far?“

Auch im Cafe um die Ecke wird der Italienische Capuccino, einer nach dem anderen,  liebevoll und geduldig zubereitet. Ohne Stress wird die  bis zur Bauschaum-Konsistenz turbo-aufgeschaeumte Milch mit einem winzigen Loeffelchen in der Tasse zu einem Turm drapiert.  Nach einer Weile ist es nicht mehr peinlich , wenn 27 Leute hinter einem an der Kasse warten. Nein, man gewoehnt sich daran und freut sich darueber, dass keiner schimpft, sonderm mit offenem Mund die Loeffelchen mitzaehlt, bis der weisse Turm auf der Kaffetasse an Antoni Gaudis architektonische Meisterwerke  in Madrid erinnern.  Und dann darf man sich auch noch aussuchen, ob  man Kakaopuder oder Zimt draufgestreut haben moechte. Zur Steigerung der ganzen Zeremonie wird das Pulver anhand einer Schablone als florales Ornament auf dem weissen Turm dekoriert. Es kostet schon etwas Ueberwindung, das ganze Art-Gebilde mit einem Schluck zu zerstoeren und die Fragmente mit der Serviette von Nasenspitze und Kinn zu entfernen.   Das ist Kaffee, den man einfach geniessen muss, auch wenn man ihn vor lauter Schaum und Dekoration in der Tasse kaum findet. Wenn man ihn dann endlich erreicht, ist er so stark, dass er den gesamten Herzrhytmus aus der Bahn wirft. Das legt sich wiederum nach  einer halben Stunde und sobald sich der Herzmuskel wieder entspannt hat, kann man extrem energie-beladen und wie ein batterie-betriebenes rosa Plueschkaninchen weiter seinen Shopping-Aktivitaeten nachgehen.

Mit dem Autofahren klappt es inzwischen auch ganz gut. Mir ist allerdings aufgefallen, dass ueberall die Strassenmarkierungen erneuert werden. Hoffentlich nicht wegen mir!!!

Ab und zu eier ich mal zu weit nach links ins Gruene oder mache einen kleinen Abstecher auf die Gegenfahrbahn. Aber hier ist ja nicht so viel Verkehr, da faellt es kaum auf. Das Ueberschreiten der Mittellinie zur Gegenfahrbahn ist mir persoenlich lieber als das Ausweichen ins Gruene, weil die Abgruende auf der linken Seite oft ins Nichts oder gegen Unendlich gehen und manchmal  schon einen Meter neben der Fahrbahn anfangen. Besonders, wenn ich von Orewa nach Warkworth fahre,  muss ich mich beim Lenken einfach ein bisschen mehr beherrschen.  Auf Supermarkt Parkplaetzen, wenn ich mich  im Geiste noch mal auf meine Einkaufsliste besinne, fahre ich auch schon mal auf der falschen Seite. Aber dann kommt mir immer ein hoeflicher „Geisterfahrer“ entgegen und winkt mich wieder auf die richtige Bahn. Hupen und Schimpfen ist nicht ueblich! Bei meiner gestrigen Tour nach Albany standen ploetzlich ein paar junge Leute links und rechts an der Fahrbahn und winkten mit Taschentuechern. Huch, dachte ich, sind die aber freundlich, jetzt winken sie uns schon zum Empfang.  Aber ein Stueck weiter umfuhren wir den Grund des Winkens. Hier waren sich auch zwei Fahrer nicht einig gewesen, wer von ihnen der Geisterfahrer ist.

Heute nachmittg war ich mit Henry noch bei der Kinderaerztin. Sie war sehr nett und Henry war ein Musterkind. Als sie sein kleines Organ, das ihn von einem Maedchen unterscheidet, untersuchte, hat er laut gelacht!?! Das hat er auch schon selbst als sehr interessantes Spielzeug entdeckt. Jedesmal, wenn ich ihm die Windel wechsele schnappt er sich das Objekt der Begierde mit der llinken Hand, zieht daran und versucht es in seinen Mund zu stecken. Gott sei dank ist die Flexibilitaet und Elastizitaet bestimmter Koerperteile begrenzt und es kommt nicht soweit. Auf diese Art und Weise habe ich aber auch festgestellt, dass Henry (jetzt 5 Monate alt und 7.8kg schwer) vermutlich Linkshaender ist.  Ich hatte keine Ahnung, dass man das schon so frueh sehen kann, aber meine mehr erfahrene Freundin, die vier Kinder hat, nannte mir einen guten Trick, um das rauszufinden. „Halte einfach seine linke Hand fest und sieh, ober er mit der Rechten danach greift????“ Der Test hoerte sich gut an, taugte aber nichts in der Praxis. Als ich eines morgens vor dem Anziehen Henrys linke Hand festhielt, hat er einfach nach rechts aufs Bett gepinkeltl! Soviel zu Theorie und Praxis und Links- oder Rechtshaendern. Wieso wird ein Kind Linkshaender, wenn beide Eltern Rechtshaender sind?  

Zum Abschluss unseres Tages haben wir Sushi gekauft, und es fasziniert mich immer wieder, wie die Japaner den Reis so klebrig machen. Ist auch erstaunlich, was die da so alles reinrollen:  Avocado, Lachs, Huehnchen (natuerlich keine ganzen!), Spargel, Krabben, Gemuese etc. – und das haelt bombenfest!  Dann muss man versuchen, das Roellchen einigermassen elegant mit zwei Holzstaebchen zuerst in die Soya Sauce zu tunken und dann geschickt „into the mouth“ zu jonglieren. Die Suhi Roellchen, die waehrend dieser akrobatischen Versuche unter den Tisch fallen, darf man mit den Fingern wieder aufheben.  Immer offen fuer Neues, habe ich eins der klebrigen Roellchen meisterhaft mit dem Holzwerkzeug in die mitgelieferte, noch gruenere Paste (etwas geizig in der Menge…) getunkt und elegant versucht, ein kleines Haeppchen abzubeissen. Hatte keine Ahnung, was das fuer ein gruenes Teufelszeug ist! Nach 10 Minuten Atemstillstand, Wasserausbruch aus Augen, Nase und anderen Koerperoeffnungen sowie Verbrennungen dritten Grades auf der Zunge und Aetzwunden an der Oberlippe, kam ich wieder zur Besinnung. Einmal zur Hoelle und zurueck! Ich bin mir sicher,  dass man mit dem Zeug auch Rostflecken am Auto entfernen oder Loecher in Eisentraeger brennen kann. Noch sicherer bin ich,  dass ich nie wieder Herpes an der Lippe haben werde. Und falls mein Mund jemals verheilt werde ich beim naechsten Sushi Einkauf dankend ablehnen, wenn mir mit einer freundlicher Geste aus dem Land des Laechelns WASABI angeboten wird!

 

Fortsetzung folgt…

Beate Minderjahn

 

Personal Note:  At least it is summer in New Zealand now, my son Henry graduated from Primary school on Friday, my Kids Christmas craft workshops will finish next week, I have organised my Holiday Art & Craft programme for January and after one more busy week I will soon have some time to prepare for Christmas with my family.  I am really looking forward to go to the beach with Henry,  going for long walks, starting my goal setting and planning for 2011 and just relaxing and enjoying the sunshine, BBQ and a glass of wine from time to time. 

Yesterday morning I went to the beach with my camera and I realised again, how lucky I am to live here: 

 

 

 

 

 

 

 

So, stay tuned and have a happy and wonderful day!”   Beate

 

Interior Design Principles: Harmony & Unity

18 Nov
To achieve Harmony everything in a room should be co-ordinated to express one theme, mood and style. It is very important in the initial planning of a home, or determining the interior of a room, to decide on the mood or style that you want created. And it is necessary to think of the house as a totality; a series of spaces linked together by halls and stairways with a common style and theme running throughout. This is not to say that all interior design elements should be the same but they should work together and complement each other to strengthen the whole composition. A way to create this theme or storyline is with the well considered use of color. Color schemes in general are a great way to unify a collection of spaces. For example, you might pick three or four colors and use them in varying shades throughout the house.
 

Well designed, harmonious master bedroom

 
A well-designed room is a unified whole that encompasses all the other elements and principles of design. Unity assures a sense of order. There is a consistency of sizes and shapes, a harmony of color and pattern. The ultimate goal of decorating is to create a room with unity and harmony and a sense of rhythm. Repeating the elements, balancing them throughout the room, and then adding a little variety so that the room has its own sense of personality accomplishes this. Too much unity can be boring; too much variety can cause a restless feeling. Everything from the trimmings on the lamp shade, the colour of the piping on the scatter cushion, to the light switches and cupboard handles need attention. As colour expresses the whole spirit and life of a scheme, details are just as important. They should not be obvious but they should be right and enhance the overall feel of the room. Juggling the elements and principles to get just the right mix is the key to good design.

 

 

Well designed Living Area – everything fits the Natural theme

 

Personal Note: Finally it feels like summer in New Zealand. It is nice and warm, the perfect weather for last Sunday’s School Gala and my open studio day, where I invited children to come in and make their own Christmas cards.

Have a happy and wonderful day!”   Beate

 

Weinberge

9 Nov

Personal Note: “I am still having some issues with my computer, what really slows me down a bit.  But while I try to work on the “Harmony” blog, I publish another poem in German language.

So, stay tuned and have a happy and wonderful day!”   Beate

 

 

Weinberge

gleichmaessig und lautlos

zieht der Fluss vorbei

ein Vogel kreist

mit weiten Fluegeln

als suche er sein Spiegelbild

der dunkle, dichte Wald

erhebt sich hinter Weinbergen

und zeichnet am Horizont

eine klare Linie

die mich von meinen Traeumen trennt

(c) 1997

Interior Design Principles: Proportion and Scale

7 Nov

Good example for using two contrasting colours to create different areas in one large room

Proportion is primarily concerned with the relationship of one part to another. Our eye is pleased with good proportion and disturbed by poor proportion, but the choice remains a personal judgment.  It involves every aspect of design and is extremely visual. In Interior Design there is a “two-thirds to one thirds” rule as reference for the selection of colours, textures and patterns. Ancient Greeks designed all their buildings on the Golden section 2:3

Scale refers primarily to the relative size or character of an object or to its parts. This is in comparison with other objects either in whole or in part. A chair is small and a table is large, but either can be small or large in scale depending on the space they are placed in. Human scale too is of vital consideration. Rooms, furniture and equipment must be suitably scaled and designed to meet people’s needs and requirements. The basic aim of form follows function is lost if human scale is not considered. For example a kitchen should always be designed for the person who uses it most. Heights of work benches can be adjusted in relation to the person’s height, the implementation of the “work triangle” is important for a practical design.    

Often problems with proportion and scale in rooms are either they are  too small (dark, low ceilings) or too large (feels cold and unwelcoming). But there are many Interior design tools and tricks to still turn these rooms into cozy and comfortable spaces:

Interior design tips for small spaces and rooms with low ceilings: 

  • Use light colors on the walls
  • Paint the ceiling white, or lighter than the walls
  • Have lots of light – and use up lighters, to highlight the light ceiling
  • Keep home decor simple – limit patterns and choose small designs
  • Use mirrors and glossy finishes
  • Streamline your furniture – keep open spaces in mind when arranging them
  • Stay as tidy and uncluttered as possible
  • Consider a simple style – traditional designs can be too fussy and cluttered
  • Match the scale of your furniture to the scale of your room  
  • Wallpaper with vertical stripes can make low ceilings seem taller

Interior design tips for large rooms and high ceilings:

  • Use a darker color on the ceiling than on the walls
  • Bring the darker ceiling colour down to picture rail level
  • Use large scale, bold patters
  • Use lots of interesting, rough or fluffy textures
  • Try to create different areas by using colour as optical dividers
  • Use room dividers, columns or furniture to create smaller spaces
  • Fit lower hanging lights and down lighters
  • Use dark, warm colors on the walls
  • Use a darker color flooring
  • Match the scale of your furniture to the size of your room
  • Make sure you include lots of accessories, artworks  and décor items

 Samples for Proportion & Scale

Example for using a dark colour on the ceiling to visually lower it. A large or textured artwork on the wall behind the table would focus the eye and further improve the proportions of the room

 

Wonderful example for using texture, contrast and warm colours to turn a huge open space into a cosy and compfortable one

 

Example for a kitchen out of proportion and scale compared to the huge architectural roof design. It makes the kitchen furniture look too small and out of place

 

Personal Note: The last two days I had major computer problems. What a drama! But it shows how much we depend on our computers. I couldn’t do my internet banking or write my blog. And there are so many other tasks, I use the computer for. Even my son has to download his homework from the school website and he is still in Primary School! Alright, finally I am back on track, had to “de-clutter” my files and was reminded again (by my lovely husband and rescuer Bernie) to save my files on a regular base!

“In my next interior blog I will write about “Harmony”.  So, stay tuned and have a happy and wonderful day!”   Beate

Interior Design Principles: Rhythm

3 Nov

Good example for the use of repetition and contrast

In Interior Design rhythm is all about visual pattern repetition. It is defined as continuity, recurrence or organized movement. To achieve these themes in a design, you can use repetition of  lines, forms, colours or textures. Rhythm can also be created by progression, transition or contrast. Using these tools will impart a sense of movement to your space, leading the eye from one design element to another.

Repetition is the use of the same element more than once throughout the space. It can be a pattern, colour, texture, line, or any other element. Too much repetition unrelieved by contrast of some sort leads to monotony and too little repetition leads to confusion.

 
 

Example for Progression, where the eye is drawn up the stairs by increasing the height of the print collection on the wall

 

Progression is taking an element and increasing or decreasing one or more of its qualities. The most obvious implementation of this would be a gradation by size. A collection of vases of varying sizes on a sideboard creates interest, because of the natural progression shown. Progression can also be achieved through the order of  similar artworks increasing in height along a staircase, leading the eye to the next level, or via colour, such as a monochromatic colour scheme, where each element is a slightly different shade of the same hue.



Transition is a bit harder to define. It tends to be a smoother flow, where the eye naturally glides from one area to another. The most common transition is the use of a curved line to gently lead the eye, such as a spiral staircase or an arched doorway.

Contrast is easy to achieve by putting two elements in opposition to one another, such as a white and black pillow on a bed. Opposition can also be implied by contrast in form, such as circles and squares together or through a mix of contemporary with antique, modern paintings in a traditional room, mismatching chairs at a solid table and so on. Contrast helps to enliven a space and create interest and individuality, but it needs to be used according to the style and theme and with restraint, or it may lead to confusion.

Example for Transition, where the eye naturally follows the curved lines

 
 
  

Personal Note: “In my next interior blog I will write about “Proportion”.

My Kids Art & Craft Classes are in full swing.  Every Tuesday and Thursday after school I teach children how to prepare for Christmas by making their own Advent calendars, Christmas Cards, Angels, Christmas Stockings, handcrafted tree ornaments made of beads, felt, paper and fabrics, Christmas card garlands,  and so on.  We have lots of fun! I will share some easy to follow projects with you later on. Why not make it a fun weekend with your kids?   

 So, stay tuned and have a happy and wonderful day!”   Beate

Interior Design Principles: Emphasis

1 Nov

 

Emphasis is the focal point of the room. The focal point should be obvious as you enter the room; it is the area to which your eye is attracted and should be interesting enough to encourage the viewer to look further. Whatever is featured must be an integral part of the decoration linked through scale, style, theme and colour, so that everything else leads the eye toward the featured area.

If you don’t have a natural focal point in your space, such as a fireplace or a large window with a beautiful view for example, you can create one by highlighting a particular piece of furniture, a large artwork, an unusual sculpture, your favorite collection of things, a colourful rug or by simply painting a contrasting colour in one area.

In creating your focal point, also keep the feeling and use of the room in mind. In a bedroom the bed is often the focus as it is the purpose of the room. You can also create a focal point by grouping similar objects and compliment their surroundings in colour, shape and style. A strong focal point helps to keep the attention off the not so perfect areas in your room (like an old wardrobe door or a window with a not so attractive view).  

Good lighting is important to illuminate the focal point as appropriate. Many rooms suffer from a lack of dominance or a proper focal point, which results in boring interiors. What is the focal point in each of your rooms?

 Some examples for Emphasis (focal pooints) in a room:

 
 
 

 

 
 

A fireplace as focal point in the living room

 

 
 

 

 
 

A large abstract painting as focal point in a dining area

 

 
 

 

 
 

A large wall poem as focal point in a bedroom

Personal Note: “In my next interior blog I will write about the third principle “Rhythm”.

What a wonderful “Halloween Picnic” we had yesterday in our local park. Lots of families and kids came and enjoyed it. Even the sun was kind enough to shine for us.  

 So, stay tuned and have a happy and wonderful day!”   Beate

 

Interior Design Principles: Balance

31 Oct

Balance can be described as the equal distribution of visual weight in a room. An object’s visual weight is the amount of space it appears to occupy. A well-balanced room gives careful consideration to the placement of objects. The relationship between them, their colour, form, texture, pattern, and light are important aspects to achieve a great look and a feeling of completion.  In a room the mere arrangement of fireplace, doors, windows etc. can create the balance already. Unbalanced rooms create discomfort.  

There are three styles of balance: symmetrical, asymmetrical, and radial.

Symmetrical balance is usually found in more traditional interiors. Symmetrical balance is characterized by the same objects repeated in the same positions on either side of a vertical axis, for example in bedrooms, where both sides of the bed have the same night tables, lights, chairs etc.  Symmetry is a good way to achieve a sense of order and is often used, when formal effects are wanted, when focusing attention on something important is desirable, when the use of the room suggests symmetry or when contrast with natural surroundings is sought.

Example for a symmetrical balanced bedroom

Asymmetrical balance is often used in modern designs to create more lively interiors. Here balance is achieved with some dissimilar objects that have equal visual weight or eye attraction. Asymmetrical balance is more casual, but more difficult to create, because it suggests movement, spontaneity and informality. It is less obvious than the formality of symmetry and allows full freedom and flexibility in arrangements for utility as well as for beauty and individuality.

Example for an asymmetrical balanced bedroom

Radial symmetry is when all the elements of a design are arrayed around a center point, as in the spokes of a wheel or the petals of a daisy. Its chief characteristic is a circular movement out from, toward or around a centre. In homes it is found mainly in circular dining settings or spiral staircases. Though not so often employed in interiors, radial symmetry can provide an interesting counterpoint if used appropriately.

Example for a radial balanced dining room

 

Personal Note: “I hope you’ll enjoy my Blog and the new topic “Interior Design”.  In my next Interior blog I will write about the second principle  “Emphasis”.

Last night I went to a Halloween Party with the theme “Rocky Horror Picture Show”. That was the craziest and most bizarre costume party I ever went to….  

Later today we will go to a park and have a “Halloween Picnic” with the kids and lots of  families and lots of lollies. Fingers crossed, that the sun stays with us!

 So, stay tuned and have a happy and wonderful day!”   Beate

Principles and Elements of Interior Design

30 Oct

In the following series of blogs, I’ll introduce you to the principles and elements of Interior Design. These basics are used by professional Interior Designers as a guide in choosing each item or material to create a balanced and beautiful room setting. At the end of each article you’ll be able to recognize and maybe use the basic rules in your home. The seven principles of design are

  • Balance
  • Emphasis
  • Rhythm
  • Proportion
  • Scale
  • Harmony
  • Unity

 

The following 10 elements are the tools you can use to achieve the desired interior in relation to the above principles:

  1. Mood
  2. Style
  3. Space
  4. Line
  5. Form
  6. Colour
  7. Texture
  8. Pattern
  9. Contrast
  10. Lighting

  

Personal Note: “I hope you’ll enjoy my Blog and the new topic “Interior Design”.  It might be a bit confusing right now, but I am very excited to write about it, to explain the concepts in detail and to find photos with good examples.

My next blog will give you an insight into the first Design Principle “Balance”. So, stay tuned and have a happy and wonderful day!”   Beate